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Frostbeständigkeit

Wichtig ist hier erst einmal die Unterscheidung von laubabwerfenden und immergrünen Agapanthus.

Immergrüne Agapanthus

Sie sind hier in Deutschland wohl bekannter und verbreiteter als die laubabwerfenden Agapanthus. Beeindruckend sind für jeden Betrachter und Blumenfreund die großen Kübel mit den vielen großen, an langen Stielen schaukelnden Blüten. Bei so viel Eleganz kann man nur staunen. In der Zeit vor der Blüte ist sogar das Laubwerk, diese sattgrünen, kräftigen Blätter dekorativ. Lässt man die abgeblüten Stiele dann stehen, sehen auch diese dekorativ aus.

Für so manchen Liebhaber fangen die Probleme mit ihrer schönen Agapanthus dann im Winter an. Diese eleganten Herrschaften stellen Ansprüche. Der große wuchtige Kübel muss in ein geeignetes Winterquartier. Licht ist hier wichtig und eine Temperatur 5 - 10 Grad. Diese Bedingungen finden wir heute in den zentralbeheizten Häusern selten. Wintergärten, die kühl sind, bieten sich an. In größeren Häusern gibt es kühle Treppenhäuser, ein guter Platz, wenn es nicht zu zugig ist. Viele Gärtnereien bieten für einen kleinen Preis eine Überwinterung an.

Laubabwerfende Agapanthus

Sie sind im allgemeinen kleiner, sowohl Blätter als auch Blüten. Der Betrachter mag beim Anschauen die Immergrünen den kleineren Laubabwerfenden vorziehen. Wer aber nicht die optimalen Bedingungen für die Überwinterung der großen immergrünen Agapanthus hat, findet vielleicht einen Platz für die laubabwerfenden.

Da kein Lichtbedarf ist, reicht ein dunkler, kühler Raum. Eine frostfreie Garage ohne Fenster eignet sich da ebenso wie ein dunkler, kühler Keller. Licht ist also nicht nötig, aber die Temperaturen sollten zwischen 1 und 10 Grad C sein.

Wenn man vor einer Pflanze steht, die man z.B. geschenkt bekommen hat oder ohne genaue Bezeichnung gekauft hat, stellt sich die Frage der Unterscheidung.

Ein Gärtner aus England sagte mir eine kleine Regel: Je breiter die Blätter und je größer die Blüten, um so kälteempfindlicher ist die Agapanthus.

Frostbeständigkeit

Grundsätzlich ist eine Nacht mit leichtem Frost auch für die immergrünen Agapanthus noch nicht tödlich. Wird die Pflanze dann am Tag, wenn es wieder frostfrei ist, ins Winterquartier gebracht, nimmt sie keinen Schaden. Sollten ein paar Blätter gelb werden, sollte man diese entfernen, damit sie nicht anfangen zu faulen.

Laubabwerfende Agapanthus halten etwas mehr Kälte aus, die widerstandsfähigsten sind Maedbourn Hybriden.

In sehr wenigen Gebieten Deutschlands können Agapanthus ohne Winterschutz im Garten wachsen. Hierzu zählen warme Weinbaugebiete und Gebiete mit mildem Seeklima. Aber auch hier Vorsicht. Vielleicht findet man jemanden in diesen Gegenden, der seine Agapanthus im Garten hat und man kann Samen oder einen Ableger ergattern.

Im restlichen Teil unseres Landes wird man ohne Winterschutz nicht auskommen. Eine dicke Schicht aus trockenem Laub schützt gut. Gegen Auseinanderwehen vom Wind oder Voegel auf Nahrungssuche, kann man das Laub mit Tannenzweigen oder etwas Maschendraht abdecken.

Aus Samen gezogene laubabwerfende Pflanzen sollten auf jeden Fall im ersten Winter frostfei überwintert werden. Sie können dann vor ihrem zweiten Sommer in den Garten ausgepflanzt werden.

Achtung !!!

Winterharte (laubabwerfende) Agapanthus dürfen, wenn sie im Kübel sind, nur frostfrei überwintert werden. Frost würde im Behälter ganz hindurch frieren und dabei Schaden an den Wurzeln anrichten. Im schlimmsten Fall ist die ganze Pflanze zerstört.